Die Schlange im Schatten des Adlers

 Die Schlange im Schatten des Adlers (Originaltitel: chinesisch 蛇形刁手, Pinyin Shéxíng diāoshǒu, Jyutping Se1jing4 diu4sau2 – „Die listige Hand der Schlangentechnik“) ist ein 1978 in Hongkong gedrehter Martial-Arts-Film mit Jackie Chan in der Hauptrolle. Die Regie führte Yuen Woo-ping. 

 In der Kung-Fu-Schule des Meisters Hung Tai arbeitet Chien Fu (Jackie Chan) als Hausbursche. Er ist freundlich und fleißig, wird jedoch wegen seiner Tollpatschigkeit und seiner mangelnden Kung-Fu-Kenntnisse zumeist herumgeschubst.


Eines Tages bietet Chien Fu einem alten Bettler Gastfreundschaft an. Dieser führt zum Dank spielerisch gewisse Tanzschritte auf, bei denen er eine Teeschale auf der Oberseite seiner Finger balanciert. Am nächsten Morgen ist der alte Mann verschwunden. Als Chien Fu das Muster der Fußabdrücke auf dem Boden mithilfe seiner Erinnerung „nachtanzt“, erkennt er, dass es sich um Kung-Fu-Schritte handelt. Die Handbewegungen zur Balance der Teeschale entstammen der „Schlangentechnik“, bei der die Hände die Bewegungen von Schlangenköpfen nachahmen.

Deutscher TitelDie Schlange im Schatten des Adlers
Originaltitel蛇形刁手
Se ying diu sau
ProduktionslandHongkong
OriginalspracheKantonesisch
Erscheinungsjahr1978
Längeca. 106 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
RegieYuen Woo-ping
DrehbuchShiao Loong,
See-Yuen Ng,
Chi-Kuang Tsai
ProduktionNg See-yuen
MusikChow Fu-liang
KameraHui Chang
SchnittPoon Hung-yiu
Besetzung
Jackie Chan als Cheng Lung: Chien Fu
Yuen Siu-tien: Großmeister Pei Ching-yeng
Hwang Jang-lee: Len Yün
Tino Wong Cheung: Wang Chiang
Dean Shek: Lehrer Li
Peter Chan Lung: Lehrer Lian
Fung Ging-man: Lehrer Chui
Roy Horan: Priester
Fung Hark-on: Meister der Schlangenfaust-Schule
Chiang Kam: Tao Kuei
Chiu Chi-ling: Lehrer der Schlangenfaust-Schule

Der alte Bettler ist in Wirklichkeit Pei Ching-yeng, ein polizeilich gesuchter Rebell gegen die (despotische) kaiserliche Staatsmacht. Er versteckt sich vor seinem Gegner Len Yün. Dieser ist Mitglied der kaisertreuen „Geheimpolizei der Adlerklaue“ und verwendet den Kung-Fu-Stil „Adlerklauentechnik“, mit welchem man die „Schlangentechnik“ besiegen kann (daher auch der Titel: Die Schlange im Schatten des Adlers).
Chien Fu beginnt, sich im Geheimen das Kung Fu des Rebellen Peis anzueignen. Er wird darin allmählich immer versierter und kann sich gegen Hänseleien spielerisch zur Wehr zu setzen. Als er bei einem Kampf um die Ehre seiner Schule die „Schlangentechnik“ öffentlich anwendet, wird der Geheimpolizist auf ihn aufmerksam. Die „Schlangentechnik“ wird nur von Pei Ching-yeng verwendet, und wer sie beherrscht, muss mit Pei, dem Rebellen, in Kontakt stehen.

Besetzung
Jackie Chan - Chien Fu (als Cheng Lung)
Hwang Jang-lee - Sheng Kuan
Yuen Siu-tien - Pai Chang-tien (als Simon Yuen)
Dean Shek - Lehrer Li
Fung Hak-on - Meister Chao Chi-chih
Tino Wong - Ah-Wu
Peter Chan - Lehrer Lian
Hsu Hsia - Su Chen
Charlie Chan - Meister Hung
Roy Horan - Missionar/Russisch
Fung Ging-man - Lehrer Chui
Chiang Kam - Ah Kwai
Chen Yao-lin - Meister Hung
Lung Chen-tien - Drei-Provinzen-Meister
Chan Lung - Aushilfslehrer
Gam Yam - Chang
Yuen Yat-choh
Chiu Chi-ling
Choi Fai
Chan Laap-ban

Len Yün nimmt mit dem Hausburschen Kontakt auf. Er erweckt den Eindruck, mit Pei Ching-yeng befreundet zu sein. Obwohl der unbedarfte Chien Fu zuvor in einem Kampf gegen die „Adlertechnik“ Len Yüns eine empfindliche Niederlage einstecken musste, nimmt er dies für bare Münze. Er führt den Geheimpolizisten direkt zu Peis Aufenthaltsort, dem Hinterhof der Kung-Fu-Schule, wo der Rebell den Hausburschen erneut besucht hatte. Pei hat sich inzwischen aus dem Staub gemacht. Er hatte Chien Fu ein Lehrbuch über die „Schlangentechnik“ dagelassen; dieses wurde allerdings zwischenzeitlich von Chien Fus Katze „Tiger“ zerrissen.

Die Kombination aus Komödie, Martial Arts, Stunts und Akrobatik gab es schon vorher, in Lau Kar-leungs Film Spiritual Boxer von 1975.
Die Veröffentlichung von Die Schlange im Schatten des Adlers läutete jedoch eine neue Richtung für Hongkong-Actionfilme ein.

Nachdem Chien Fu erkannt hat, dass er Pei unabsichtlich verraten hat, eilt er in den Wald, um Pei doch noch zu warnen. Len Yün kommt dem zuvor und offenbart, dass er Mitglied der „Geheimpolizei der Adlerklaue“ ist und den Auftrag habe, Pei zu fassen. Zur großen Überraschung Peis wird der Geheimpolizist jedoch von dem Hausburschen getötet, und zwar mit einer neuartigen Kung-Fu-Technik, welche Pei noch nie gesehen hat. Gemeinsam entledigen die Freunde sich dann noch des Heuchlers und Verräters Wang Chiang, der als Koch in der Kung-Fu-Schule gearbeitet hatte und nun versucht, die misslungene Aktion Len Yüns doch noch zu vollenden.
Auf die Frage Pei Ching-yengs, was denn das für eine Technik sei, antwortet Chien Fu, dies sei die neuartige „Tigerpranketechnik“, abgeleitet von Chien Fus Hauskatze „Tiger“. Nachdem das Lehrbuch über die „Schlangentechnik“ verloren gegangen war, konnte Chien Fu nämlich durch Beobachtung lernen, auf welche Weise sich seine Katze gegen eine angreifende Schlange zur Wehr setzte und gewann.

  •  Die Altersfreigabe des Films wurde im April 2021 von 16 auf 12 Jahre herabgesetzt
  •  Bei dem im Hintergrund der Kampfübungen laufenden Musik handelt es sich um Oxygène Part 2 aus dem Album Oxygène von Jean Michel Jarre. 
  • Titelmusik ist Magic Fly von Space.

 

 

 



Yuen Woo-ping



Yuen Woo-ping (chinesisch 袁和平, Pinyin Yuán Hépíng, Jyutping Jyun4 Wo4ping4, * 1945 in Guangzhou, China) ist ein chinesischer Martial-Arts-Choreograf (Stunt Coordinator) und Filmregisseur. Er gilt als einer der bekanntesten und einflussreichsten Persönlichkeiten des Kinos aus Hongkong. Für dessen Leistungen in der Filmbranche erhielt Yuen viele Anerkennung und Preise. So beispielsweise 2010 auf Austin Fantastic Fest (AFF) den Lifetime Achievement Award, 2016 beim Asian Film Award (AFA) und 2019 beim New York Asian Film Festival (NYAFF)

Als Junge ging Yuen auf die Lehre beim Meister Yu Jim-Yuen in dessen bekannte „Oper-Akademie“ (englisch Master Yu Jim-Yuen's Peking Opera School China Drama Academy) in Hongkong. Als Wǔshēng-Lehrling bekam er dort vom Shifu den Künstlername „Yuen King“ –  „Senior-Lehrbruder“) der beispielsweise bekannten Schauspieler Sammo Hung aka „Yuen Lung“ oder Jackie Chan aka „Yuen Lau“ bzw. Ha Ling-Chun meist bekannt unter sein Pseudonym „Yuen Biao“, die alle nach ihm beim gleichen Meister in der „Akademie“ zur Lehre ging. 

 Seinen ersten Film „Snake in the Eagle’s Shadow“ drehte er 1978 zusammen mit Jackie Chan in der Hauptrolle. Gleich danach drehten beide zusammen Sie nannten ihn Knochenbrecher in dem der Vater von Yuen Woo-ping, Yuen Siu-tien, die zweite Hauptrolle bekleidet. Beide Filme waren große Erfolge und machten Jackie Chan zum Filmstar und verhalfen dem Genre von seinem Nischendasein in die großen Produktionsstudios. Der Trend der Kung Fu-Komödie wurde begründet und hält bis heute an. Mit seinem Vater drehte er später noch weitere Filme, unter anderem „Drunken Master“, zusammen.

1994 wurden die Wachowskis auf ihn aufmerksam und heuerten ihn als Choreografen für die Kampfszenen in dem Film „Matrix“ an. Der Erfolg dieses Filmes, der auch auf seiner Arbeit beruhte, wurde mit „Tiger and Dragon“ im darauf folgenden Jahr fortgeführt und machten ihn zu einer gefragten Adresse in Hollywood

 

 

 

 


 

 


 
Bild: Chan im Jahr 2002.  Von U.S. Navy photo by Photographer’s Mate 3rd Class Lee M. McCaskill - http://www.news.navy.mil/view_single.asp?id=3581, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=658445

Text is available under the Creative Commons Attribution-ShareAlike License; Daten und Textquelle: Wikipedia


Jahr

1977 (1) 1978 (3) 1979 (5) 1980 (2) 1981 (1) 1982 (6) 1983 (4) 1984 (3) 1985 (3) 1986 (2) 1987 (2) 1988 (3) 1989 (3) 1991 (1) 1992 (2) 1993 (3) 1994 (2) 1995 (1) 1996 (3) 1997 (3) 1998 (2) 1999 (2) 2000 (2) 2003 (1) 2004 (3) 2005 (4) 2006 (2) 2007 (1) 2008 (2) 2009 (1) 2010 (4) 2011 (4) 2013 (1) 2015 (2) 2016 (4) 2017 (4) 2018 (1) 2020 (4) 2021 (3)